Fundstück

„Markenkiller Web 2.0?“ – da sind Pro und Contra einer Meinung

Neulich erschien folgender Artikel in der Internet World:

„Web 2.0 als Markenkiller?“

Daraufhin antwortete der sehr geschätzte Martin Oetting ebenfalls in der Internetworld mit einer wie folgt betitelten Replik:

„Markenkiller Web 2.0?“

Abgesehen von den ungeheuer kreativen Headlines beschleicht mich da doch ein seltsames Gefühl: Kann es sein das hier unter konträren Blickwinkeln in zwei Artikeln (dem Auslöser und der Replik) einfach dieselbe These vertreten wird? Nämlich: Web-2.0-Mechanismen sollte man für die Markenführung nur sehr vorsichtig einsetzen.

Zumindest interpretiere ich so die letzten beiden Absätze von Martin Oettings Contra. Denn dort geht er dann endlich auf die Kritik des Ursprungsartikels ein. Dort schreibt er, dass man diese Mechanismen nicht einsetzen sollte, wenn man Geld sparen möchte, hip sein will oder das Thema einfach nicht durchdrungen hat. Wieso nicht? Eine Antwort bleibt er uns schuldig, aber ich geb sie mir mal selbst: Dann kann es gefährlich werden für die Marke. Beispiele gibt’s ja genug.

Die Debatte läuft also eher unter dem Titel: Au ja, wir backen uns ein PR-Thema. Gilt allerdings für beide Seiten.

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4 Gedanken zu “„Markenkiller Web 2.0?“ – da sind Pro und Contra einer Meinung

  1. Verstehe ich überhaupt nicht, diesen Eintrag. Mein ganzer Text ist eine Replik, dass nämlich die Grundannahme des Ausgangstextes unsinnig ist: die „Markenführer“ haben gar nicht mehr die Wahl, die Konsumenten greifen in die Markenkommunikation ein, ganz gleich, was die Marke selbst im Web macht. Mir scheint, als hättest Du / hätten Sie meinen Text überhaupt nicht gelesen.

    Und die Sache mit dem PR-Thema ist arg wohlfeil. Ich war es ehrlich gesagt leid, dass ständig in den Zeitungen steht, die Markenartikler müssen vor dem Web 2.0 auf der Hut sein. So ein Unsinn. Sie müssen sich für ihre Kunden interessieren, darum geht’s.

  2. Hallo Martin,

    doch doch: ich habe die Texte gelesen. Und ich gebe Dir auch vollkommen recht, dass markenführende Unternehmen keine Wahl haben ob über sie gesprochen wird oder nicht. Nur: „Gesprächsthema sein“ ist etwas anderes als dies mit „Web 2.0 Mechanismen“ unter Absenderschaft der Marke zu befeuern.

    Und auf diesen Punkt laufen sowohl der erste Artikel als auch Deine Replik hinaus: „Achtung Markenführer, ihr seid im Gespräch. Überlegt euch gut wie ihr damit umgeht.“ Du gehst dabei noch einen Schritt weiter und sagst es sei intelligent diese Gespräche zu verstehen und daran zu partizipieren um bei Bedarf steuernd eingreifen zu können.

    Deine Vorredner dagegen heben auf die drohende Demokratisierung der Markenführung ab. Sie zünden dabei die ein oder andere Nebelkerze und benutzen das Buzzword „Web 2.0“ als Aufhänger, aber die Aussage ist doch eindeutig: Marke ist nicht demokratisch, Marke ist Diktat. Nur so entstehen klare Bilder in den Köpfen der Menschen. Gäbe ich die Wahl meiner Markenwerte und -themen oder meiner visuellen Identität frei zur Diskussion, dann würde ich ob der Vielfalt an Meinungen und Vorschlägen langfristig an Profilschärfe einbüßen.

    Wo verläuft aber nun die kleine rote Linie, ab der es Sinn macht sich als Marke in den Dialog zu begeben. Welche Bestandteile meiner Marke stelle ich zur freien Diskussion? Wo tue ich das(auf meiner Homepage, auf meinem Blog, auf einer neutraleren Plattform)? Wie moderiere ich diesen Dialog?

    Wer Interesse an seinen Kunden hat, der muss in einen ehrlichen Dialog mit dem Kunden eintreten. Nur wie und mit was bleibt zu diskutieren. Und da gibt weder der erste noch der zweite Artikel eine Antwort. Vielleicht auch weil die eben für jede Marke individuell ausfällt…

    Besten Gruß,
    Lucas

    P.S.:
    Die Spitze mit dem Vorwurf ein leckeres PR-Thema gefunden zu haben, mögest Du mir verzeihen. Es war einfach die polemische Pointe für mein Posting. Aber eben auch ein nebensächlicher Vorwurf, der jeden ereilen könnte der ein Buzzword-Thema aufgreift.

  3. Also wenn das, was Dir in meinem Text (oder im ersten Artikel) gefehlt hat, die klaren Anweisungen dazu sind, was man als Markenführer genau tun soll, dann ist das alles einigermaßen aussichtslos. Du nimmst doch nicht allen Ernstes an, dass man in den wenigen Zeilen eines solchen Artikels die goldenen Regeln des Marketing2.0 nicht nur aufstellen, sondern auch erläutern kann…?! Das müsste wohl das Buch leisten, das noch darauf wartet, von mir geschrieben zu werden… Irgendwann… nach der Doktorarbeit…

  4. Super, da freu ich mich drauf. Und wenn wir Glück haben ist das Schlagwort „Web 2.0“ dann nicht mehr hip. Und man muss nicht mit der Weiterentwicklung einer Kommunikationstechnologie argumentieren, wenn man eigentlich nur ehrliche Gespräche meint.

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