Digitaloffice reblogged

Follower gehören Personen und nicht Marken, oder?

Jim Roberts ist Assistant Managing Editor der New York Times und twittert. Als NYTJim hat er über 76.000 Follower. Nun verlässt er seinen Arbeitgeber. Darf er seine Follower behalten oder gehören Sie der Marke New York Times?

Dieser Beitrag basiert auf folgender Diskussion bei facebook

Die New York Times hat souverän reagiert, Jim Roberts darf seine Follower mitnehmen. Nur seinen Twitternamen NYTJim muss er ändern. Aber verlegen wir die Geschichte doch mal aus der Journaille und spielen das für einen Wechsel des Pressesprechers von BilfingerBerger zu Hochtief durch. Würde der seine Follower auf Twitter et al. mitnehmen dürfen oder gehören sie der Marke für die er eine Funktion bekleidet?

Ja, er dürfte. Denn es würde einem Pressesprecher ja auch niemand verübeln sein persönliches Adressbuch von Arbeitgeber zu Arbeitgeber mitzunehmen. Ob seine Adressen bzw. Follower ihm beim neuen Arbeitgeber noch nützen steht auf einem anderen Blatt. Follower gehören der Person, nicht der Marke. Sie folgen direkt der Person und nur indirekt der Marke.

Machen wir ein Beispiel: Wenn Steffen Seibert (RegSprecher) Ende des Jahres seinen Job verliert und zum Beispiel zu einem Lobbyverband wechselt, kann er seine Follower mitnehmen. Ob die Follower ihm dann immer noch so viel Aufmerksamkeit schenken wie in seiner heutigen Funktion, liegt an ihm. Und der neue Regierungssprecher wird sich einfach eine neue Followerschaft aufbauen, das dürfte in der Funktion ja nicht schwer sein.

Kaufen Marken künftig Personen mit vielen Followern ein?

Wenn Follower Personen gehören, dann wird für Journalisten, Pressesprecher und Marketingschlaumeier die persönliche Social Media Reichweite zum entscheidenden Faktor ihres Marktwerts. Aber das gab es schon immer, in digitalen Zeiten wird das lediglich transparenter.

Und was ist mit Twitter- und Facebook-Accounts der Marken selbst?

Marken-Accounts gehören ihre Follower selbst. Sie werden ohnehin meist von Redaktionsteams betrieben. Und die Form und Qualität des Dialogs ist eine andere, aber das ist ein anderes Thema.

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