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Abercrombie & Fitchs erfolgreiches Heischen um Aufmerksamkeit

In der Münchner Innenstadt öffnete im Oktober 2012 ein Abercrombie & Fitch Store. Seitdem wogen die Meinungen über Inhalt und Art der dortigen Markeninszenierung durch die Presse. In einem Interview mit dem Bayerischen Fernsehen habe ich aus Sicht eines Markenberaters zum Phänomen Abercrombie & Fitch Stellung genommen … und anschließend aufgeschrieben. Weiterlesen

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In eigener Sache

Rampensau und Nervenkitzler: Karten und Plakat für »Los, Paul!«

Gestern bekam ich die ersten Exemplare in die Hand: Die neuen Karten und Plakate für die enorm empfehlenswerte Münchner Improtruppe »Los, Paul!« sind fertig. Die fulminanten Fotos kommen von Roland (ein aktiver Paul – mehr Fotos von ihm: www.flickr.com/rolandito). Die Gestaltung kommt von mir (einem inaktiven Paul).

Das neue »Los, Paul!« Plakat

»Los, Paul!« Karte Stagediva
Als Stagediva: Robert Lang

»Los, Paul!« Karte Seelenstripper
Als Seelenstripper: Christoph Habich

»Los, Paul!« Karte Rampensau
Als Rampensau: Simone Gier

»Los, Paul!« Karte Publikumsjoker
Als Publikumsjoker: Bernd Ruoff

»Los, Paul!« Karte Nervenkitzler
Als Nervenkitzler: Gilles de Lajarte

»Los, Paul!« spielt jeden ersten Freitag im Monat im Giesinger Bahnhof, München. Mehr unter www.lospaul.de

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Marke und Ting

Das Lohahaha jung verdorbener Werbepimpfe – wenn es nur nicht so tragisch wäre

Auf Wunsch würdige ich hiermit das obige Machwerk einiger Jungwerber der Agentur SelectNY. Bei näherer Betrachtung ist es wenig bemerkenswert. Aber da ich nun schonmal dabei bin, kann ich ja auch gleich sagen warum:

Grund No.1:
Der Spot wurde für einen Kreativpreis produziert
Der Spot wurde für den Cannes Lions Wettbewerb auf YouTube produziert. Die Aussagekraft solcher Kreativpreisen ist ohnehin diskutabel, aber ebenso tragisch sind die dadurch geschaffenen falschen Anreize. Unschuldige Jungkreative werden dazu verleitet sich in ihrer spärlichen Freizeit irgendwelchen total lustigen Werbespot-Blödsinn aus dem Hirn zu leiern. Hätten Sie sich stattdessen mit dem erzielen von Wirkung durch kluge Kommunikation als Aufgabe genommen, wäre Ihnen vielleicht aufgegangen, dass total lustiger Werbespot-Blödsinn dabei in Zukunft eher ein Randphänomen ist. Ergo wär es sinnvoller sich mit alternativen Konzepten zu beschäftigen. Aber das ist natürlich mühsam, in der Agentur haben sie davon noch nie was gehört und – hey – ’nen Cannes Lions bekommt man dafür auch nicht.

Grund No.2:
Der Spot will das Klima retten
Der Spot wird zur Rettung des Klimas nichts beitragen, außer das er in einem Google-Rechenzentrum Strom für das abspielen des YouTube-Films verbraucht. Er ist einfach ein weiteres Beispiel scheinheiliger Loha-Ansprache nach dem Motto „Öko ist jetzt hip und man kann das Thema endlich auch mal voll trendy erzählen“. Interessiert halt niemanden, weil es soweit entfernt von der eigentlichen Problematik ansetzt das es schmerzt. Mir wird kein Vorschlag gemacht was ich konkret tun könnte und ich lerne auch nichts neues über das Thema Klimawandel. Da gibt es deutlich bessere Beispiele wie man Bewusstsein für dieses Thema schaffen kann. So bleibt es ein leidlich komödiantisches Filmchen … vielleicht ja was für den Sat.1 Comedy-Freitag.

Grund No.3:
Der Spot soll ein Viral sein
Virals funktionieren selten. Sehr selten. Wer genau wissen will warum, der sehe sich die Podiumsdisukksion mit Martin Oetting und Sven Markschläger auf der next09 an. Toll wäre der Spot, wenn er eines der seltenen viral wirkenden Beispiele wäre. Aber da sind wir dann wieder bei Grund No.2: Dafür müsste er inhaltlich auch etwas aussagen.

Fazit:
Der Spot ist nicht bemerkenswert.
Aber jetzt ist immerhin mal erwähnt warum.

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