Digitaloffice reblogged

Webshops sind Standard. Aber was macht sie markentypisch?

In Ihrer aktuellen Ausgabe stellt die absatzwirtschaft die Frage: „Webshops: Was gefällt Ihnen persönlich am besten?“ Aufgeräumtes Layout, schnelle Lieferung, sicheres Bezahlen … sind inzwischen ja alles Binsen. Was oft noch fehlt ist markenadäquates Verhalten im eCommerce. Weiterlesen

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In eigener Sache

Rampensau und Nervenkitzler: Karten und Plakat für »Los, Paul!«

Gestern bekam ich die ersten Exemplare in die Hand: Die neuen Karten und Plakate für die enorm empfehlenswerte Münchner Improtruppe »Los, Paul!« sind fertig. Die fulminanten Fotos kommen von Roland (ein aktiver Paul – mehr Fotos von ihm: www.flickr.com/rolandito). Die Gestaltung kommt von mir (einem inaktiven Paul).

Das neue »Los, Paul!« Plakat

»Los, Paul!« Karte Stagediva
Als Stagediva: Robert Lang

»Los, Paul!« Karte Seelenstripper
Als Seelenstripper: Christoph Habich

»Los, Paul!« Karte Rampensau
Als Rampensau: Simone Gier

»Los, Paul!« Karte Publikumsjoker
Als Publikumsjoker: Bernd Ruoff

»Los, Paul!« Karte Nervenkitzler
Als Nervenkitzler: Gilles de Lajarte

»Los, Paul!« spielt jeden ersten Freitag im Monat im Giesinger Bahnhof, München. Mehr unter www.lospaul.de

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Marke und Ting

Das Lohahaha jung verdorbener Werbepimpfe – wenn es nur nicht so tragisch wäre

Auf Wunsch würdige ich hiermit das obige Machwerk einiger Jungwerber der Agentur SelectNY. Bei näherer Betrachtung ist es wenig bemerkenswert. Aber da ich nun schonmal dabei bin, kann ich ja auch gleich sagen warum:

Grund No.1:
Der Spot wurde für einen Kreativpreis produziert
Der Spot wurde für den Cannes Lions Wettbewerb auf YouTube produziert. Die Aussagekraft solcher Kreativpreisen ist ohnehin diskutabel, aber ebenso tragisch sind die dadurch geschaffenen falschen Anreize. Unschuldige Jungkreative werden dazu verleitet sich in ihrer spärlichen Freizeit irgendwelchen total lustigen Werbespot-Blödsinn aus dem Hirn zu leiern. Hätten Sie sich stattdessen mit dem erzielen von Wirkung durch kluge Kommunikation als Aufgabe genommen, wäre Ihnen vielleicht aufgegangen, dass total lustiger Werbespot-Blödsinn dabei in Zukunft eher ein Randphänomen ist. Ergo wär es sinnvoller sich mit alternativen Konzepten zu beschäftigen. Aber das ist natürlich mühsam, in der Agentur haben sie davon noch nie was gehört und – hey – ’nen Cannes Lions bekommt man dafür auch nicht.

Grund No.2:
Der Spot will das Klima retten
Der Spot wird zur Rettung des Klimas nichts beitragen, außer das er in einem Google-Rechenzentrum Strom für das abspielen des YouTube-Films verbraucht. Er ist einfach ein weiteres Beispiel scheinheiliger Loha-Ansprache nach dem Motto „Öko ist jetzt hip und man kann das Thema endlich auch mal voll trendy erzählen“. Interessiert halt niemanden, weil es soweit entfernt von der eigentlichen Problematik ansetzt das es schmerzt. Mir wird kein Vorschlag gemacht was ich konkret tun könnte und ich lerne auch nichts neues über das Thema Klimawandel. Da gibt es deutlich bessere Beispiele wie man Bewusstsein für dieses Thema schaffen kann. So bleibt es ein leidlich komödiantisches Filmchen … vielleicht ja was für den Sat.1 Comedy-Freitag.

Grund No.3:
Der Spot soll ein Viral sein
Virals funktionieren selten. Sehr selten. Wer genau wissen will warum, der sehe sich die Podiumsdisukksion mit Martin Oetting und Sven Markschläger auf der next09 an. Toll wäre der Spot, wenn er eines der seltenen viral wirkenden Beispiele wäre. Aber da sind wir dann wieder bei Grund No.2: Dafür müsste er inhaltlich auch etwas aussagen.

Fazit:
Der Spot ist nicht bemerkenswert.
Aber jetzt ist immerhin mal erwähnt warum.

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Marke und Ting

Qype macht Revolution statt Evolution – aktive Wertvernichtung ohne Not

Das neue Qype Logo

Das neue Qype Logo

Hätte das nicht auch gereicht?

neues Qype Logo mit den alten Farben – Modifikation von mir

Neues Qype Logo mit den alten Farben – Modifikation von mir

Wie Qype auf seinem Blog heute berichtet, steht die Plattform kurz vor einem Relaunch. Wie dieser das Navigationskonzept verändern wird, lässt sich bisher nur erahnen. Was allerdings deutlich wird: Qype hat vor Design und Farbgebung deutlich zu ändern. Sehr verwunderlich, denn vor allem mit den Farben vernichten Sie ein Designelement, das sie in langjähriger Aufbauarbeit in den Köpfen Ihrer Nutzer verankert haben. Nicht zuletzt durch tausende von Aufklebern die inzwischen an jedem Schaufenster halbwegs hipper Läden in den Metropolen der Republik bappen. Es ist mir vollkommen unverständlich wie man sehenden Auges existierende Werte in die Tonne kloppt, nur weil andere Farben subjektiv gerade als frischer, jünger und dynamischer empfunden werden.

Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht gegen Weiterentwicklung des Designs einer Marke. Aber wenn man bereits ein eingeführtes Design besitzt sollte das evolutionär geschehen. Es sei denn man möchte bewusst mit alten Werten brechen und hat gleichzeitig noch genug Kohle zum verpulvern auf der Seite um das neue Design mit einer aufwändigen Imagekampagne einzuführen. Aber offenbar wirft Qype inzwischen genug Schotter ab, das die Verantwortlichen meinen sich das leisten zu können.

Update: Auch auf Deutsche Startups tobt in den Kommentaren die Debatte.

Update 14.05.2009:
Ein Blick auf die ivw-Ausweisung von QYPE (hier entlang) zeigt, dass das Portal seit dem Relaunch offenbar bei den Visits nicht mehr wächst. Außerdem sinkt die Zahl der Page Impressions pro Visit signifikant von 3,16 im Febrauar auf 2,60 im April. Für ein Web 2.0 Angebot das normalerweise viel Interaktion der User mit der Seite erfordert ein verwunderlicher Wert. Vielleicht misinterpretiere ich das ja auch, aber wenn es stimmt hat der Relaunch für QYPE in Deutschland einen unangenehmen Trend ausgelöst. Ich selbst finde mich auf der Seite zumindest nicht mehr wirklich zurecht und beweg mich entsprechend weniger darauf. Das die Probleme gab bestätigt auch der neue QYPE-Chef im Meedia-Interview vom 07.05.:

Wie war die Reaktion auf den Relaunch von Qype?
Taylor: Die Reaktion der Community fiel in den einzelnen Ländern entsprechend unterschiedlich aus. Wir sind in neun Nationen vertreten. In allen anderen großen Märkten wie Großbritannien, Frankreich und Spanien haben wir ein positives Feedback erhalten. In Deutschland war die Reaktion etwas gemischter. Die deutschen Mitglieder bringen viel Leidenschaft mit, was wir großartig finden. Hier haben wir daher auch kritisches Feedback bekommen.

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