In dieser Sendung geht es um die Fachjournallie. Zu Gast ist Alexander Gutzmer, Chefredakteur des Architekturmagazins Baumeister. Wir plaudern über journalistische Qualität, fehlende Geschäftsmodelle im Online-Journalismus und wie sich Fachverlage mit neuen Angeboten für die Zukunft wappnen.

Marke und Ting

Das Buch, das sich beim Wort nahm, bevor das erste Wort geschrieben war.

Die Premiumausgabe von "Eine neue Version ist verfügbar"


Im Winter 2012 startete Dirk von Gehlen das Experiment “Eine neue Version ist verfügbar”. In dessen Mittelpunkt: Ein Buch das aufzeigt, wie die Digitalisierung Kunst und Kultur verflüssigt. Vom veränderten Verständnis der Autor- und Urheberschaft über den Weg als weiteres Ziel des Kulturschaffenden bis zu zusammenbrechenden und neu entstehenden Geschäftsmodellen. Aufgeschrieben im leichtfüßig plaudernden Ton des journalistisch geschulten Geschichtenerzählers, was es nicht nur für Freunde von Fußballvergleichen ungeheuer lesenswert macht.

Und gleichzeitig nahm sich das Buch bereits beim Wort, bevor das erste Wort geschrieben war. Über 14.000 Euro sammelte Dirk von Gehlen zur Finanzierung über die Crowdfunding-Plattform startnext ein*, den Recherche-, Schreib- und Lektoratsprozess machte er von Beginn an öffentlich und kurz vor dem Erscheinungstermin öffnete ihm die Evangelische Akademie Tutzing die Türen für eine ungeheuer inspirierende Tagung zum Buch. Vor ein paar Tagen lag nun die für Unterstützer reservierte Premium-Version der ersten Auflage in meinem Briefkasten, als farbliche Sonderedition vom Titel bis zu den Innenseiten (Digitaldruck macht’s möglich…) gestaltet von SQUIECH Design. Und das ist nicht einmal das Ende, sondern nur ein weiterer Höhepunkt des Experiments: Die zweite Version des Buchs erscheint bereits in Kürze … dann nicht mehr im Eigenverlag, sondern als so genanntes “Update” im Metrolit Verlag.

Ganz schön viel Aufwand für ein Buchprojekt. Lohnt sich das wirklich? Nun, Bücher schreiben ist ja ohnehin nur in seltenen Fällen der direkte Weg zum Reichtum. Das es Dirk von Gehlen mit seinem Experiment aber gelungen ist nicht nur ein äußerst kundiges und lesenswertes Buch zur Verflüssigung von Kunst und Kultur vorzulegen, sondern auch eine intensive und monatelange Debatte rund um das Thema anzustoßen ist in meinen Augen ein bemerkenswerter Lohn der Mühen. Ob es anderen Autoren gelingen kann, das Experiment mit ihrem Thema zu wiederholen wird spannend zu beobachten.

* Disclaimer: Auch ich habe die Finanzierung des Projekts unterstützt.

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Digitaloffice reblogged

Abercrombie & Fitchs erfolgreiches Heischen um Aufmerksamkeit

In der Münchner Innenstadt öffnete im Oktober 2012 ein Abercrombie & Fitch Store. Seitdem wogen die Meinungen über Inhalt und Art der dortigen Markeninszenierung durch die Presse. In einem Interview mit dem Bayerischen Fernsehen habe ich aus Sicht eines Markenberaters zum Phänomen Abercrombie & Fitch Stellung genommen … und anschließend aufgeschrieben. Weiterlesen

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